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Beratungsgespräch in der Sprechstunde

Allgemeine Informationen für Patienten

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Erschöpfung kennen viele Menschen. Eine Erschöpfung, die im Zusammenhang mit Erkrankungen auftritt, wird als Fatigue bezeichnet. An langanhaltender/chronischer Fatigue leiden viele Menschen, ohne dass sie ME/CFS haben. Die Ursachen reichen von Schlafstörungen, Stress und Mangelzuständen bis zu einer Reihe unterschiedlicher Erkrankungen.

ME/CFS ist eine eigenständige schwere Erkrankung, die mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität einhergeht. ME/CFS ist meist durch einen plötzlichen Beginn, oft mit einem viralen Infekt gekennzeichnet. Leitsymptome sind eine schwere Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und körperliche Symptome, u.a. Halsschmerzen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen sowie ein Verlauf über mindestens 6 Monate. Zusätzlich besteht eine ausgeprägte Belastungsintoleranz, d.h. es kommt nach Anstrengung zu einer länger anhaltenden Zunahme der Beschwerden (sogenannte postexertional malaise). Viele Patienten leiden an häufigen Infektionen oder neu aufgetretenen Allergien.

Weitere Informationen enthält unser Flyer, den Sie hier herunterladen können.

Wie stellt man die Diagnose von ME/CFS?

Für ME/CFS gibt es in der klinischen Diagnostik bislang keinen spezifischen Test, so dass die Diagnose auf der Basis der klinischen Symptome gestellt wird. ME/CFS ist ferner eine sogenannte Ausschlussdiagnose, da chronische Fatigue auch ein Symptom vieler anderer Erkrankungen ist und dann meist auch anders behandelt wird.

Bevor die Diagnose ME/CFS gestellt werden kann, müssen daher vor der Vorstellung bei uns andere Erkrankungen ausgeschlossen worden sein

Hierzu zählen:
• Internistische Erkrankungen (CT/Röntgen Thorax, Abdomensonographie, EKG/Echo, Labor: Blutbild, Leberwerte, Kreatinin, Elektrolyte, HbA1c, CRP, Ferritin)
• Chronische Infektionen (Hepatitis B/C, Borreliose, HIV)
• Endokrinologische Erkrankung (Schilddrüse, Nebenniere)
• Gastrointestinale Erkrankung bei abdominalen Beschwerden
• Endogene Depression
• Neurologische Erkrankung bei neurologischen Symptomen
• Bei Gelenk- und Muskelschmerzen: rheumatologische Erkrankung
• Falls der Verdacht einer Schlafapnoe besteht: Schlaflaboruntersuchung

Weitergehende Informationen für Patienten

Informationen für Selbsthilfegruppen finden Sie hier

Literaturhinweise finden Sie auf dieser Seite

Vorstellung in der ME/CFS-Sprechstunde

Plakat "Ambulanzen" (17.01.2022) - Deutsch © Charité

Patienten, die an häufigen Infektionen leiden und bei denen der Verdacht auf ME/CFS besteht, dass durch eine Infektion ausgelöst wurde, können sich in der ME/CFS-Sprechstunde vorstellen.

Aufgrund der vielen Anfragen können wir gegenwärtig nur Termine für Patienten aus der Region Berlin/Brandenburg anbieten. Wir bieten Ärzten jedoch eine telefonische Beratung und regelmäßige Fortbildungen an. Weiterführende Informationen erhalten Sie hier.

Bevor Sie sich bei uns anmelden, ist wichtig, dass Sie sich folgende Information ansehen:
Das Hauptsymptom von ME/CFS ist eine Verschlechterung nach Alltagsbelastungen für Tage bis Wochen. Diese Verschlechterung wird als postexertionelle Malaise (PEM abgekürzt) bezeichnet und ist in dem folgenden Video erklärt:

Neues Video erklärt Post-Exertionelle Malaise (PEM)

Wenn Sie an dem Symptom Fatigue ohne PEM leiden, dann kann dies viele unterschiedliche Gründe haben. Um Sie und Ihren Arzt bei der Ursachenklärung zu unterstützen, haben wir eine Reihe von Informationen auf dieser Webseite zusammengestellt:
Literatur für Patienten
Veröffentlichungen für Ärzte

Was erwartet Sie in der ME/CFS-Sprechstunde?

Bevor Sie sich bei uns anmelden, erhalten Sie einige Fragebögen, um die Schwere und Ausprägung der Symptome genau zu erfassen, die Sie bitte in Ruhe zu Hause ausfüllen. Bei der Vorstellung führen wir Untersuchungen durch wie die Messung der Handkraft, Puls und Blutdruck im Stehen und eine spezielle Labordiagnostik. Auf dieser Grundlage stellen wir die Diagnose und klären Sie über die Erkrankung und Behandlungsmöglichkeiten auf. Wir können Ihnen auch die Teilnahme an Studien anbieten. Sie erhalten einen ausführlichen Befundbericht für Ihren Hausarzt mit Behandlungsempfehlungen. Die Weiterbetreuung der Patienten muss meistens über die Hausärzte erfolgen.

Wie melden Sie sich an?

Zur Anmeldung von Patienten aus der Region Berlin/Brandenburg benötigen wir das vom Hausarzt bzw. behandelnden Arzt und vom Patienten ausgefüllte Formular, das hier heruntergeladen werden kann.

Falls Sie den Termin bei uns nicht wahrnehmen können, sagen Sie bitte rechtzeitig ab, damit wir ihn an andere Patienten vergeben können.

Sie können jetzt auch telefonisch erfahren, wie Sie uns erreichen. Die Nummer ist: 030 450 524 355

Uns ist an der Sicherheit der Datenübertragung sehr gelegen, da die Formulare Informationen zu Ihrer Gesundheit beinhaltet. Sie können uns die ausgefüllten Formulare und die Befunde per E-Mail senden. Da dieser E-Mail-Kontakt unverschlüsselt erfolgt, bieten wir Ihnen auch die Möglichkeit an, die Unterlagen per Post an folgende Adresse zu schicken:

CVK
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Institut für Medizinische Immunologie
z.Hd. Frau Silvia Thiel
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Allerdings können wir Ihnen aus Datenschutzgründen über E-Mail nicht antworten. Sie erhalten von uns postalisch eine Antwort. Hierfür benötigen wir Ihre Anschrift.

Wenn Sie von auswärts kommen, gäbe es bei dem Verdacht auf einen Immundefekt auch die Möglichkeit, eine bei Ihnen in der Nähe gelegene Immundefektambulanz zu kontaktieren (siehe Netzwerk find-id). Falls Sie den Termin bei uns nicht wahrnehmen können, sagen Sie bitte ab, damit wir ihn an andere Patienten vergeben können.

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